Wir werden älter – und weniger

Der demographische Wandel stellt in den meisten westlichen Ländern eine enorme Herausforderung dar. In Deutschland schrumpft die Gesamtbevölkerung stetig, und damit auch die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Niedrige Geburtenraten führen zu einer veränderten Altersstruktur – Deutschland wird im Durchschnitt immer älter und so auch die Belegschaft in den Unternehmen.

Hatten Unternehmen in den 90er Jahren noch die Qual der Wahl bei der Einstellung neuer Mitarbeiter, so erleben immer mehr Organisationen einen Wettbewerb um junge Talente.

Der Nachwuchs wird rarer – und selbstbewusster. Akademische Abschlüsse, fließende Englischkenntnisse, der selbstverständliche Umgang mit den neuen Medien und längere Auslandsaufenthalte gehören für die junge Generation heute oft zur Grundausstattung.

Was sind Generationen?

Die Soziologie versteht unter Generationen Alterskohorten, die prägende historische Ereignisse (Schlüsselereignisse) im gleichen Lebensabschnitt erlebt haben. Erlebnisse während der Jugend werden als besonders prägend eingestuft. (vgl. z.B. Karl Mannheim, William Strauss, Neil Howe)

In deutschen Unternehmen arbeiten heute bis zu vier Generationen zusammen:

  • Generation Baby Boomer (Jahrgänge 1950 – 1964)
  • Generation X (Jahrgänge 1965 – 1979)
  • Generation Y (Jahrgänge 1980 – 1994)
  • Generation Z (Jahrgänge 1995 – 2009)

Die nächste Generation, also die der Jahrgänge ab 2010, wird übrigens heute schon als „Generation Alpha “ gehandelt. Und was ist mit den vor 1950 geborenen? Seit Sabine Bodes Büchern zu  Kriegskindern und -enkeln werden diese in Deutschland gerne als „Kriegsgeneration“ bezeichnet; in der Literatur tauchen sie auch als „Traditionalisten“ auf. In der Regel finden wir heute nur noch wenige Vertreter dieser Generation in den Unternehmen. In den USA starten die „Baby Boomer“ übrigens bereits nach dem 2. Weltkrieg – in Deutschland trat der Baby Boom aufgrund der Kriegsfolgen etwas verzögert ein

Generationenmix im Unternehmen

Zwar wird insbesondere über die Generation Y geschrieben und gesprochen. Angesichts des demographischen Wandels wäre es – nicht nur aus Unternehmenssicht – jedoch fatal, die Interessen der älteren Generation außer Acht zu lassen. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem die Stärken und Talente aller zum Tragen kommen können. Natürlich sind Menschen individuell – und auch unter den Baby Boomern finden wir Computercracks (schließlich hat diese Generation die Computer mit erfunden!) und ebenso gibt es in der Generation Y Vertreter traditioneller Weltbilder. Die Betrachtung von Generationen bietet dennoch eine interessante Perspektive, da wir Tendenzen ausmachen können, die zur Arbeit mit Teams und Organisationen hilft.

Konkret bedeutet das:

  • Generationenmix Teams entwickeln: für Unterschiede sensibilisieren, gegenseitiges Verständnis fördern, die Zusammenarbeit verbessern, das Miteinander gestalten. mehr…
  • Junge Talente gewinnen, gezielt fördern und halten: Die Ansprüche der jungen Generation verstehen, organisationale Strukturen und Prozesse überdenken, Führungsarbeit. mehr…
  • Generationengerechte Führung: unterschiedliche Generationen verstehen, motivieren, und zielgerichtet führen. mehr…

KAOS Coaching & Development begleitet Sie dabei, unterschiedliche Generationen kompetent im Unternehmen zu integrieren und eine Umgebung zu schaffen, in der generationenspezifische Anforderungen, Stärken und Themen zum Tragen kommen.

Warum die Arbeit mit Generationen?

Angeregt durch die Debatte um die Generation Y vor einigen Jahren, hat Katrin begonnen, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen. Als Jahrgang 1980 hat sie oft das Gefühl, zwischen den Generationen X und Y zu stehen. Und als Tochter zweier Baby Boomer durfte sie sich intensiv mit deren Prägungen und Werte auseinandersetzen (Gott sei Dank ist die Pubertät vorbei…).

Als Coaches sind wir sowohl in jungen Startups als auch in traditionellen Unternehmen unterwegs und uns begegnen immer wieder Unverständnis zwischen Generationen. „Die sollen erstmal ein paar Jahre arbeiten, dann reden wir weiter“; „Die sind so rückständig“; „Das haben wir schon immer so gemacht“; „Das ist so nach hinten gerichtet“ – klassische Sätze.

Das ist schade. Weil es vor allem anstrengend ist.

Aus diesem Grund hat sich Katrin gemeinsam mit unserer Kollegin Katja Kunz diesem Thema angenommen und wir haben Workshops entwickelt, in denen sich Menschen, Teams  und Führungskräfte spielerisch mit generationenspezifischen Perspektiven beschäftigen. Das bringt neben Aha-Erlebnissen jede Menge Spaß, erzeugt gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung und fördert die Zusammenarbeit.