In vielen Unternehmen ist es heute an der Tagesordnung, dass bis zu vier Generationen zusammen arbeiten. Das wird sich dank des immer späteren Renteneintrittsalters auch so bald nicht ändern. Der Blick auf  unterschiedliche Generationen und deren Prägungen eröffnet eine interessante Perspektive, um die Zusammenarbeit im Unternehmen zu betrachten, Mitarbeiter für Unterschiede zu sensibilisieren, gegenseitiges Verständnis zu fördern und ein positives Miteinander zu gestalten.

Alte Hasen & junge Hüpfer

In der Regel sprechen wir von

  • Generation Baby Boomer (Jahrgänge 1950 – 1964)
  • Generation X (Jahrgänge 1965 – 1979)
  • Generation Y (Jahrgänge 1980 – 1994)
  • Generation Z (Jahrgänge 1995 – 2009)

Die Soziologie versteht unter einer Generation eine Alterskohorte (also Menschen ähnlicher Geburtenjahrgänge), die prägende historische Ereignisse (Schlüsselereignisse) im gleichen Lebensabschnitt erlebt hat. Erlebnisse während der Jugend werden dabei als besonders prägend eingestuft. (vgl. z.B. Karl Mannheim, William Strauss, Neil Howe)

Aus dieser Prägung ergeben sich generationenspezifische Ansichten, Werte, Haltungen, Einstellungen oder Überzeugungen, die dann wiederum in typischen Verhaltensweisen oder Handlungspräferenzen Ausdruck finden.

Für die durch die Nachkriegszeit oder den Kalten Krieg geprägte Baby Boomer Generation hat zum Beispiel in der Regel der Wert „Sicherheit“ einen höheren Stellenwert als für die Generation Y, deren Jugend durch das Ende des Ost-West Konflikts, den Mauerfall und die Einführung des Euros geprägt war. Dieser Generation wird ein größeres Bedürfnis nach „Freiheit“ zugeschrieben, was sich im Arbeitskontext beispielsweise durch die Forderung nach Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeiten oder den Arbeitsort äußert. Baby Boomer legen eher Wert auf unbefristete Arbeitsverträge.

Generationenmix Teams entwickeln

Unterschiedliche Prägungen und Perspektiven bieten viele Potenziale – und führen leider auch zu Spannungen. Oft fühlen sich die Älteren abgehängt wenn es um den Umgang mit neuen Medien geht. Sie haben nicht das Gefühl, ihre Erfahrungen mit einbringen zu können oder die nötige Wertschätzung für ihre Leistung und Erfolge zu erhalten. Umgekehrt fühlt sich die jüngere Generation in feste Strukturen und Prozesse gepresst, bei denen die Möglichkeit zur Entwicklung und Entfaltung fehlt.

Eine maßgeschneiderte Teamentwicklung fördert das Verständnis und die Wertschätzung für die jeweils andere Generation. Dabei werden Potenziale für eine konstruktive Zusammenarbeit aufgedeckt. Und vor allem: Das Team hat gemeinsam Spaß und wächst zusammen.